Martin Vogel gewinnt Streit – FAZ muss Gegendarstellung drucken

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Der mittlerweile nicht nur in urheberrechtlichen Kreisen bekannte Urheberrechtler und Buchautor Martin Vogel hat eine einstweilige Verfügung gegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (FAZ) vor dem LG Frankfurt erwirkt (Az.: 2-03 O 410/16). Diese muss nun eine Gegendarstellung abdrucken. Das berichtete das Medienportal »Meedia« und berief sich auf den Blog »VG Info«.

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Offener Brief von Autoren: Verzicht auf VG Wort Rückzahlung

Einige Autoren unabhängiger Verlage haben einen offenen Brief an Autoren anderer Verlage zur Rückzahlung der VG Wort verfasst. Sie meinen, Autoren sollten auf die Rückzahlung verzichten, um nicht die Existenz der Verlage zu gefährden.

Anbei der offene Brief der Autoren zur VG Wort Rückzahlung im Wortlaut, wie er auf boersenblatt.net veröffentlicht wurde:

»Aufruf von Autoren  aus unabhängigen Verlagen zur VG Wort Rückzahlung

Als Autor*innen aus kleinen, unabhängigen Verlagen wenden wir uns an unsere Kolleg*innen in vergleichbaren Häusern.

Im letzten Jahr entschied der BGH, dass die Verlage ihren Anteil an der VG-Wort- Ausschüttung der Jahre 2012 – 2015 zurückzahlen bzw. (für 2016) gar nicht erst bekommen sollen. Der bis dahin geltende, vor Jahrzehnten von Verleger – und Autoren-Organisationen einmütig beschlossene Verteilungsplan sah zum Beispiel im belletristischen Bereich eine Aufteilung von 70 % für die Autor*innen, 30 % für die Verlage vor.  Es lässt sich leicht überschlagen, um welche Summen es für einen Kleinverlag mit vielfältigem Programm geht.

Wir sind mit dem Verteilungsschlüssel der VG Wort zufrieden gewesen. Wir haben die Ausschüttung als leicht verdientes Geld gesehen, waren von den Pauschalen begünstigt. Wir wären nicht auf die Idee gekommen, dagegen zu klagen. Nun wollen wir von dem für unsere Verlage schmerzhaften bis ruinösen Ausgang auch nicht profitieren. Wir haben gewiss nichts zu verschenken, aber wir wollen uns auch nicht gegeneinander ausspielen lassen.  Es sind die unabhängigen Verlage, die unsere eigensinnigen Bücher in einem nicht einfachen Umfeld durchgesetzt haben.

Wir werden deshalb das Formular der VG Wort „Verzicht auf Rückabwicklung zugunsten von Verlagen“ vor dem 28.2.2017 unterschreiben und bitten Euch, das ebenfalls zu erwägen.

Die Erklärung gegenüber der VG Wort gibt jede*r für sich ab, jeweils eine pro Verlag, in einem strikt anonymisierten Verfahren.«

8.1.2017

Unterzeichner:

Andreas Mand (Maroverlag), Susanne Neuffer (Maroverlag), Anke Stelling (Verbrecher Verlag), Johanna Straub (Liebeskind),  Sarah Diehl (Verbrecher Verlag), Enno Stahl (Verbrecher Verlag), Kristof Magnusson (Kunstmann ), Björn Kuhligk (Verbrecher Verlag), Frédéric Valin (Verbrecher Verlag), Martina Hefter (kookbooks)

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Börsenverein stellt Checkliste für Verlegerbeteiligung vor

boersenverein checkliste verlegerbeteiligungEine Checkliste, wie wir sie bereits vor Weihnachten auf unserer »Step-by-Step Anleitung« für Buchverlage veröffentlicht haben, hat nun auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels veröffentlicht.

Börsenverein stellt Checkliste für Verlegerbeteiligung vor

Am 13. Januar 2017 bemängelte Börsenvereinsjustiziar Christian Sprang auf einer Tagung, dass die »Überagangslösung« des Gesetzgebers (gemeint ist die Änderung des VGG)  der bisher praktizierte Verlegerbeteiligung nicht vollständig entspreche.

Strebt der Verlag eine Verlegerbeteiligung an den gesetzlichen Vergütungsansprüchen an, muss der Urheber nach Veröffentlichung seines Werkes bzw. nach der Werkanmeldung bei der VG WORT explizit zustimmen, dass der Verlag auch an den gesetzlichen Vergütungsansprüchen teilhaben darf, also eine Zustimmungserklägung abgeben.

Selbst wenn der Autor die Rechte an den gesetzlichen Vergütungsansprüchen schon vor Werkanmeldung an den Verlag abtritt, d.h. bevor der Verlag das Werk bei der VG WORT gemeldet hat, nützt das dem Verlag nichts, wenn der Autor nicht nach der Werkanmeldung noch einmal eine Zustimmungserklärung abgibt.

Mehr Informationen zur Verlegerbeteilitung für Buchverlage einschließlich einer »Checkliste« erhalten Sie hier.

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Informationsveranstaltung – GEMA informiert in fünf deutschen Städten über Änderungen der Verlegerbeteiligung

GEMA bietet Informationsveranstaltungen zur Verlegerbeteiligung

gema informationsveranstaltungVom 23. bis zum 27. Januar 2017 bietet die GEMA in fünf Städten je eine Informationsveranstaltung für ihre Mitglieder in fünf deutschen Städten. Dort informiert die GEMA über den aktuellen Stand der Verlegerbeteiligung. Besprochen werden auch die Änderungen, die sich aufgrund des Urteils des Berliner Kammergerichts ergeben. Hierbei werden auch technische Themen angesprochen, wie z. B. das elektronische Bestätigungsverfahren (EBV).

Mitglieder können sich auf der Internetseite der GEMA anmelden. Leider sind einige Veranstaltungen bereits ausgebucht. Interessierte können sich aber dennoch bis 13.1.2016 anmelden. Sie werden dann auf eine Warteliste gesetzt.

Übergangslösung für Verlegerbeteiligung ab 24.12.2016 hilft Verlagen

übergangslösung

Übergangslösung für die Verlegerbeteiligung: Verlage müssen zunächst nicht mehr um ihre Existenz bangen. Die Änderung des § 27 Abs. 2 VGG und § 27a VGG (vgl. Meldung vom 15.12.2016) traten am 24.12.2016 in Kraft, nachdem sie am 23.12.2016 verkündet wurden (BGBl. 3037 vom 23.12.2016). Das sichert den Verlagen künftig wieder die pauschale Verlegerbeteiligung, wie sie GEMA und VG WORT seit Jahrzehnten praktizieren.

Diese »Übergangslösung«, wie sie der Gesetzgeber nennt, dient dazu, dass die bisherige Praxis der Verwertungsgesellschaften (pauschale Verlegerbeteiligung nach dem Verteilungsplan) vorerst beibehalten werden kann, bis sie entweder ein Gericht aufhebt oder der europäische Gesetzgeber legitimiert.

In Zukunft erfolgen also wieder Ausschüttungen durch GEMA und VG Wort! Weiterlesen

Bundesrat erteilt Zustimmung – Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) geändert

Der Bundesrat stimmt der Änderung des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) am 15.12.2016 zu – Die Verlegerbeteiligung ist zukünftig vorerst gesichert

Der Bundesrat hat einen Tag, nachdem der Bundestag das Gesetz zur Änderung des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) verabschiedet hat, seine Zustimmung erteilt. Das Gesetz tritt in Kraft, sobald es vom Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Das wird wohl noch vor Weihnachten passieren.

Damit bietet die Regierung den Verlagen eine »Übergangslösung« und sichert die Verlegerbeteiligung für die Zukunft ab, solange niemand gegen das VGG klagt – wegen Verstoßes gegen die EuGH-Rechtsprechung im Fall Luksan.